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Die Wallfahrt nach Gößweinstein

Wallfahrtsbilder_Goessweinstein

Ende des 17. und während des ganzen 18. Jahrhunderts erfuhren die Wallfahrten nach Gößweinstein einen ganz besonderen Auftrieb, erst recht nach dem Neubau der Dreifaltigkeitskirche, einem Glanzpunkt des fränkischen Barock. Darunter waren auch Strullendorfer, und zwar in einer geschlossenen Wallfahrt.
Es darf davon ausgegangen werden, daß eine Viehseuche unmittelbarer Anlaß zur ersten gemeinsamen Wallfahrt nach Gößweinstein gewesen ist. 1731 und 1732 erreichte diese Krankheit des Klauenviehs beängstigenden Umfang. Ihre Ohnmacht erkennend, bestürmten die Betroffenen den Himmel um sein Eingreifen.
Nicht weniger als sechs Bittwallfahrten werden im Katasstrophenjahr 1731 unternommen: zwei nach St. Anna, eine nach Gößweinstein, zwei weitere nach Mistendorf, eine nach Maria Hilf.
Die Gößweinsteiner Wallfahrt wird heute noch gewissenhaft und unter starker Beteiligung jeweils am Sonntag vor Pfingsten veranstaltet, wobei die Wallfahrt am vorgängigen Samstag früh gegen 5.00 Uhr aufbricht und am Sonntag gegen 18.00 Uhr vom Pfarrherrn und Ministranten mit Fahnen abgeholt wird.

(H.Hopf - Strullendorf - Beiträge zur Geschichte eines bambergische Kammerdorfes)

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