Die Verehrung der Mutter Mariens setzte im 4. Jh. in orientalischen Ländern ein und erreichte nach Überführung von Reliquien der Heiligen nach Deutschland hier eine Hochblüte.
Sie war Schutzfrau für Schwanger- und Mutterschaft.
Die Gärtner und die bäuerliche Bevölkerung des Umlandes verehrten sie besonders in einer ihr geweihten Kapelle an der heutigen Pödeldorfer Straße am Rande des Hauptsmoor.
Seit dem 2. Jahrzehnt des 18. Jh. (wahrscheinlich 1719) war das kleine Heiligtum auch Ziel einer organisierten Strullendorfer Wallfahrt.
Nach Schließung im Jahr 1806 wurde sie nach Maria Hilf in der Wunderburg umgeleitet und wird dahin noch heute regelmäßig jährlich, meist am Sonntag nach dem Annatag (26.07) unternommen.
Die erste gemeinschaftliche Pilgerfahrt der Strullendorfer fand vermutlich 1719 statt.
(H.Hopf - Strullendorf - Beiträge zur Geschichte eines bambergischen Kammerdorfes)
